Abschlussworkshop "REISEN VON MENSCHEN MIT HANDICAP"

Beim letzten der diesjährigen Workshops zum Thema "Reisen für Behinderte im tschechisch-deutschen Grenzgebiet" trafen sich alle Teilnehmer in Seifhennersdorf in der Oberlausitz. Es war in der schönen Windmühle Seifhennersdorf.

Leider konnte der Gastgeber, Herr Markus Kranich, krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Trotzdem war das Programm abwechslungsreich und sehr interessant.

Das einleitende Wort gab die Projektpartnerin Frau Susanne Mannschott, die alle willkommen hieß und sich für die nette Zusammenarbeit bedankte. Die Hauptpartnerin der tschechischen Seite, Frau Jana Panáčková, vergaß nicht, ein wenig über die Geschichte des Projekts zu sprechen, und vor allem erinnerte sie sich mit Emotionen an den Gründer des Disway-Vereins und unsere Freundin Jirka Maule. Er stand bei der Geburtsstunde dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und hatte viele Pläne, die ihm leider nicht gelungen sind. Er wäre sicherlich zufrieden mit dem, was das Projekt erreicht hat.

Die Entwickler Tomáš Bien und Tomáš Hluštík stellten alle wichtigen Funktionen und die gesamte Umgebung der neuen Anwendung vor. Sie zeigten anhand einiger Beispiele, was die Nutzer erwarten können und warum es für sie attraktiv ist, es herunterzuladen.

Die nächste Rednerin war Frau Juliane Wojan. Sie schilderte den Verlauf der Marketingkampagne in Deutschland und zeigte, wie groß das Interesse an dem gesamten Projekt ist. Disway Trails wurde in vielen Zeitungen erwähnt und das Video, das regionale Attraktionen ohne Barrieren fördert, erregte mit seiner professionellen Verarbeitung viel Aufmerksamkeit.

Nach einer kurzen Kaffeepause bewarb sich Herr Petr Janeček, ein Vertreter der Agentur für tschechischen Tourismus, online. Er teilte die Ergebnisse einer umfangreichen Umfrage zur Beantwortung der Frage: "Wollen Menschen mit Behinderungen reisen? Welche Dienstleistungen werden im Bereich Tourismus angeboten?" Der tschechische Tourismus konzentrierte sich nicht nur auf Rollstuhlfahrer, sondern auch auf Gehörlose, Blinde und eingeschlossene Eltern mit Kinderwagen in die Forschung.

Anschließend erfuhren die Anwesenden, was laut Dr. Kai Pagenkopf, Vertreter des Beratungsbüros Consulting-Büro, die Trends im Tourismus sind. Er sprach sehr interessant und betonte vor allem, dass Reisen für alle zugänglich sein sollte und Menschen mit Behinderung nicht vernachlässigt werden sollten. Interessante Reiseziele, geeignete Unterkünfte, angenehme und professionelle Geschäfte sollten auf jeden Fall wichtige Aspekte sein, um neue touristische Kunden zu gewinnen. Er sprach darüber, dass Gäste mit Behinderungen die gleiche Aufmerksamkeit verdienen wie andere.

Das ganze Programm wurde von der lokalen Tanzkompanie schön wiederbelebt. Drei Rollstuhlfahrer mit gesunden Tänzern traten auf und es war eine interessante Erfahrung. Anscheinend nehmen sie oft an verschiedenen Veranstaltungen teil und dieses Mal besuchten sie unseren Workshop. Es war ein großartiger Abschluss der Veranstaltung.

Der Abschlussworkshop "Reisen für Behinderte im tschechisch-deutschen Grenzgebiet" fand in der oben genannten Pension Windmühle Seifhennersdorf statt. Nach einem tollen Mittagessen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die gesamte Gegend zu besichtigen.

Der Workshop war vielleicht der letzte, aber wir alle planen, unsere Zusammenarbeit fortzusetzen und auszubauen.

Maruška Harcubová

Vorhergehend
Vorhergehend

Menschen mit Behinderung können die Schönheit der deutsch-tschechischen Grenze besser entdecken

Nächster
Nächster

Interview mit Markus Kranich